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Das Hausnotrufgerät Climax Mobile Pro steht auf einem Tisch aus dunklem Holz. Im Hintergrund liegt eine gemusterte Lesebrille neben einer Pflanze in blauem Blumentopf.

Was ist ein Hausnotruf und wie funktioniert er?

Vom Knopfdruck bis zur Hilfe

Was passiert, wenn Sie den Notrufknopf drücken? Wer meldet sich, wer kommt zu Ihnen und was gilt, wenn der Knopf aus Versehen ausgelöst wird? Hausnotruf einfach erklärt: Technik, Rufzentrale und Helferkette im Überblick

Ein leiser Piepton, dann eine Stimme: „Guten Tag Frau Lehmann, hier ist die Hausnotrufzentrale. Was kann ich für Sie tun?“ Beate Lehmann sitzt auf dem Küchenboden. Der rechte Fuß schmerzt, mehr nicht. Sie hat den Knopf an ihrem Armband gedrückt, so wie sie es beim Beratungstermin geübt hat. Kurze Zeit später ist sie nicht mehr allein.

So oder so ähnlich läuft ein Hausnotruf im Alltag ab. Was dahinter steckt, wer sich meldet und wie das gesamte System aufgebaut ist, erklären wir in diesem Artikel Schritt für Schritt.

So sorgt ein Hausnotruf für Sicherheit im Alltag

Ein Hausnotruf besteht aus zwei Teilen: einem kleinen Sender, den Sie als Armband oder Kette tragen, und einer Basisstation, die an das Mobilfunknetz angeschlossen ist. Drücken Sie den Knopf am Sender, baut die Basisstation automatisch eine Sprechverbindung zur Hausnotrufzentrale auf. Das funktioniert in der ganzen Wohnung und meist auch im Garten oder Treppenhaus, ohne dass Sie zum Hausnotrufgerät laufen müssen. 

Die Rufzentrale ist täglich rund um die Uhr besetzt. Sobald der Notrufknopf gedrückt wird, meldet sich eine geschulte Fachkraft über die Freisprechanlage der Basisstation. Sie spricht direkt mit Ihnen, schätzt die Situation ein und entscheidet gemäß der, exklusiv für Sie erstellten, Helferkette über die nächsten Schritte. Dieses Prinzip macht den Hausnotruf so wirksam: Hilfe ist nicht erst nach einem Anruf unterwegs, sondern ab dem Moment des Knopfdrucks.

Wir statten jede Basisstation über eine EU-Roaming-SIM mit einer eigenen Mobilfunkverbindung aus. Beim Einbau prüfen unsere Berater und Beraterinnen direkt vor Ort, ob die Verbindung überall in der Wohnung zuverlässig funktioniert. Danach machen sie gemeinsam einen Testanruf über Ihr Hausnotrufgerät. So lernen Sie den Ablauf einmal in Ruhe kennen, genau wie Beate Lehmann es vor ihrem Sturz getan hat.

Schaubild, das in drei Prozessschritten zeigt, wie ein Hausnotruf funktioniert: vom Notrufknopfdruck über die Kontaktaufnahme durch die DRK 24/7 Rufzentrale bis hin zum Vermitteln von schneller Hilfe.

Was passiert, wenn der Hausnotrufknopf aus Versehen gedrückt wird?

Bei uns zählt die Devise: Lieber den Knopf einmal zu viel als gar nicht gedrückt! Die Hausnotrufzentrale beantwortet ohne Ausnahme jeden Knopfdruck. Über die Freisprecheinrichtung der Basisstation nimmt eine Fachkraft Sprachkontakt auf. Auf die Frage „Guten Tag Frau Lehmann, hier ist die Hausnotrufzentrale. Was kann ich für Sie tun?“ kann einfach die Situation erklärt werden und, dass ein Drücken des Knopfes aus Versehen passiert ist. Ihnen entstehen durch ein versehentliches Drücken des Hausnotrufknopfes keine zusätzlichen Kosten. 

Unsere DRK 24/7 Rufzentrale ist rund um die Uhr erreichbar

Am anderen Ende der Leitung sitzt geschultes Fachpersonal, das auf genau solche Situationen vorbereitet ist. Die Fachkraft in der Rufzentrale hört zu, stellt gezielte Fragen und beurteilt, wie dringend die Lage ist. Manchmal reicht ein kurzes Gespräch, um Sicherheit zu geben. In anderen Fällen wird Hilfe organisiert, und genau hier kommt die individuelle Vorbereitung ins Spiel, die jeder Hausnotruf-Vertrag mitbringt: die Helferkette.

Mit Schlüsselhinterlegung und Helferkette gut vorbereitet für den Ernstfall

Wer tatsächlich vor Ihrer Tür steht, hängt vom sogenannten Wege-der-Hilfe-Plan ab, oft auch Helferkette genannt. Das ist eine individuelle Liste von Personen, die im Ernstfall benachrichtigt werden, in einer festgelegten Reihenfolge. Zum Beispiel zuerst die Nachbarin von nebenan, dann der Sohn, danach der Pflegedienst und, im Ernstfall, der Rettungsdienst. Diese Liste erstellen Sie gemeinsam mit unserem Team beim Beratungsgespräch, mit den Menschen, denen Sie vertrauen. Ändert sich etwas, etwa weil eine Kontaktperson umzieht, passen wir den Plan jederzeit an.

Damit die erste Person aus dieser Kette auch tatsächlich zu Ihnen gelangt, braucht es meist einen Schlüssel. Genau dafür gibt es die Schlüsselhinterlegung: Ihr Wohnungsschlüssel wird sicher in einem Schlüsselsafe an der Tür hinterlegt oder bei einer Vertrauensperson aus Ihrer Helferkette. So muss im Ernstfall niemand die Tür aufbrechen, und die Hilfe erreicht Sie ohne Umweg. Wo und wie die Schlüsselhinterlegung im Einzelfall am sinnvollsten ist, besprechen wir ebenfalls im Beratungsgespräch.

Bei Frau Lehmann griff genau dieser Plan. Die Fachkraft in der Rufzentrale sah in ihrer Helferkette zuerst die Nachbarin von nebenan, rief sie an und schickte sie zu Frau Lehmann. Gleichzeitig brachte ein Mitarbeitender unseres Schlüsseldepotpartners den hinterlegten Schlüssel zu Frau Lehmanns Wohnungstür. Wenige Minuten später saß Frau Lehmann wieder auf ihrem Küchenstuhl, mit einer Tasse Tee in der Hand statt mit einem Rettungswagen vor der Tür. Dem Fuß ging es gut und der Schreck war überwunden.

Hausnotruf schafft Sicherheit und Unabhängigkeit im Alter 

In der Altersgruppe 65 Jahre und älter lebt in Deutschland jede dritte Person allein. Bei den über 85-Jährigen ist es sogar mehr als jede zweite Person (Statistisches Bundesamt, 2026). Für sie alle gilt: Mit einem Hausnotruf bedeutet allein leben nicht, im Ernstfall allein zu sein. Hilfe ist einen Knopfdruck entfernt.

Besonders profitieren ältere Erwachsene, die selbstständig zuhause wohnen möchten. Auch Menschen, die sich in den eigenen vier Wänden nach einem längeren Krankenhausaufenthalt zusätzliche Sicherheit wünschen. Auch für Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit ist ein Hausnotruf sinnvoll: Laut Robert-Koch-Institut stürzt jede vierte Person ab 65 Jahren mindestens einmal im Jahr. Ein Hausnotruf ersetzt keine Sturzprävention, gibt aber genau in solchen Momenten die Gewissheit, dass schnelle Hilfe erreichbar ist. Und gleichzeitig die eigene Selbstständigkeit erhalten ist.

Auch pflegende Angehörige gewinnen etwas: die Sicherheit, dass ihre Liebsten versorgt sind. Das gilt auf der Arbeit genauso wie im Urlaub oder mitten im Alltag zwischen Brotbox-Marathon, Garteneinsatz oder Freizeitsport. Nach der Arbeit mal eben im Pendlerverkehr noch bei den Eltern vorbeifahren – einfach nur um sich zu versichern, dass alles in bester Ordnung ist, gehört der Vergangenheit an. Um Hilfe im Ernstfall kümmert sich das Team der Hausnotrufzentrale. 

Welche Absicherungsmöglichkeiten gibt es?

Unterstützung für zuhause

Der klassische Hausnotruf mit Basisstation und Handsender oder Kette ist der Ausgangspunkt, lässt sich aber gezielt erweitern. Alle Geräte sind spritzwassergeschützt. Der Sturzsensor des Handsenders erkennt einen Sturz automatisch und löst den Notruf auch dann aus, wenn der Knopf nicht mehr gedrückt werden kann. Eine Anbindung an den Rauchmelder sorgt dafür, dass auch bei Rauchentwicklung und im Brandfall sofort die Hausnotrufzentrale informiert wird. 

Unterstützung für zuhause und unterwegs

An alle, die viel draußen aktiv und noch mobil sind, richtet sich der Mobilruf als Absicherung für unterwegs. Arztbesuche, Einkäufe, der Weg ins wöchentliche Lesecafé oder in die familieneigene Datsche sind von uns mit der DRK Sicherheitsuhr abgesichert. Das mobile Gerät ermittelt Ihren Standort per Satellitenortung, kurz GPS, und funktioniert beim Einkaufen, im Garten oder auf dem Spaziergang.


Ihr Garten. Ihre Zeit!

Und im Ernstfall: Hilfe auf Knopfdruck

Sie sind viel und gerne in Ihrer Datsche und möchten sich oder einen Angehörigen während der Gartenarbeit absichern? Dann empfehlen wir Ihnen unser Mobilrufangebot für Kleingärten. Schlagen Sie jetzt Ihren Verein zur Registrierung vor und erhalten Sie den exklusiven Vereinsrabatt. 


Der Bonus des Mobilrufs besteht darin, dass die Absicherung natürlich auch in den eigenen vier Wänden gewährleistet ist. Lediglich die technische Ausstattung unterscheidet sich vom regulären Haunotruf. Wer es bevorzugt, keine Uhr am Handgelenk zu tragen, hat auch die Möglichkeit über einen tragbaren Handsender, Sicherheit für unterwegs „einzupacken“. Die Basisstation erfüllt in diesem Fall lediglich die Funktion einer Ladestation. Alles andere erledigt ein tragbares Mobilgerät. 

Wer also zuhause und unterwegs abgesichert sein möchte, für den ist eine Kombination aus Hausnotruf und Mobilruf die optimale Lösung. 

Welche Unterstützungsmöglichkeit zu Ihrem Alltag passt, klären wir gemeinsam im Beratungsgespräch. Sollten Sie eine erste Einschätzung Ihrer Bedarfe selbst vornehmen wollen, hilft Ihnen anhand weniger Fragen unser Service-Konfigurator zu den Hausnotrufangeboten sicherlich weiter. 

So buchen Sie Ihre Hausnotruf-Beratung 

Ein Anruf unter der gebührenfreien Rufnummer 08000 356 000 oder eine Nachricht über das Kontaktformular unserer Website genügt. Unser Team meldet sich zeitnah zurück und vereinbart einen Termin, der zu Ihnen passt.

Und wie geht es danach weiter?

Am Anfang steht ein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch, bei Ihnen zuhause oder telefonisch, ganz wie Sie es möchten. Darin klären wir gemeinsam Ihren Bedarf, besprechen mögliche Zusatzmodule und klären die Kostenübernahme durch die Pflegekasse ab einem anerkannten Pflegegrad. Bereits im Erstgespräch legen wir mit Ihnen eine Helferkette fest und besprechen, wenn gewünscht, die Schlüsselhinterlegung.

Entscheiden Sie sich für den Hausnotruf, schließt die Beraterin oder der Berater das Hausnotrufgerät bei Ihnen zuhause an, meist noch direkt nach dem Beratungsgespräch. Sie prüfen die Verbindung, erklären die Bedienung in Ruhe und bleiben so lange, bis alle Ihre Fragen geklärt sind. Auch danach sind wir für Sie da: Bei technischen Fragen oder wenn sich Ihre Helferkette ändert, erreichen Sie unser Team jederzeit.


Die wichtigsten Fragen zum Hausnotruf im Überblick

Ein Sender am Handgelenk oder um den Hals baut per Knopfdruck über die Basisstation eine Sprechverbindung zur Hausnotrufzentrale auf. Die Rufzentrale ist rund um die Uhr besetzt. 

In der Hausnotrufzentrale arbeiten geschulte Fachkräfte, die direkt mit Ihnen über die Freisprecheinrichtung Ihres Hausnotrufgeräts sprechen und die Lage einschätzen. Anschließen vermittelt sie je nach Ihrer Situation die passende und schnelle Hilfe entsprechend der hinterlegten Helferkette.

Ihr Wohnungsschlüssel wird sicher in einem Schlüsselsafe in einem Depot eines unserer Partner hinterlegt, damit Hilfe im Ernstfall zu Ihnen gelangt, ohne dass die Tür aufgebrochen werden muss.

Eine Helferkette (manchmal auch „Wege-der-Hilfe-Plan“ genannt) ist eine individuelle, gemeinsam erstellte Liste von Kontaktpersonen in festgelegter Reihenfolge, die im Ernstfall benachrichtigt werden. Darin können Nachbarn, Angehörige oder der Pflegedienst Ihres Vertrauens bis hin zum Rettungsdienst auftauchen. Wenn Sie im Ernstfall Hilfe benötigen und Ihren Hausnotrufknopf drücken, vermitteln die Fachkräfte in der Hausnotrufzentrale gemäß der Helferkette schnelle Hilfe für Sie.

Über die gebührenfreie Nummer 08000 365 000 erreichen Sie uns rund um die Uhr. Aber auch eine Nachricht über das Kontaktformular auf unserer Website findet uns zuverlässig. Wir melden uns zeitnah mit einem Terminvorschlag bei Ihnen. Das Beratungsgespräch findet bei Ihnen vor Ort statt und ist kostenlos und unverbindlich.

Vor allem ältere, alleinlebende Erwachsene, Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt sowie Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit, die selbstständig zuhause wohnen möchten. Aber auch alle die sich grundsätzlich eine Absicherung in den eigenen vier Wänden wünschen und den Weg in eine Pflegeeinrichtung vorerst auf eine spätere Lebensphase verschieben sind mit einem Hausnotruf gut beraten. Insbesondere, wenn alltägliche Wege zum Supermarkt, Arzt oder Spaziergang in den Park noch selbständig zurückgelegt werden, ist ein Mobilruf zu empfehlen.

Neben dem klassischen Hausnotruf zuhause stehen Zusatzmodule wie ein Sturzsensor über einen Handsender und Rauchmelder mit Anschluss an ein Hausnotrufgerät sowie der mobile Hausnotruf für unterwegs als Mobilruf zur Verfügung.


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